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Mittwoch, 31. Juli 2019, 23:32

Panda sterben in 200l

Moin .

Ich bin neu in dem Forum und das leider nicht ohne Grund. Also danke schon mal für die Aufnahme.

Erstmal zur Vorstellung ich heiße Ralf 38J , komme ziemlich genau aus der Mitte Schleswig Holsteins . Habe mit meiner Tochter zusammen das feuchte Hobby begonnen mit einem 60 l Becken was sie von Opa bekommen hat, da waren Gubbies und Pandas drin . Das Becken haben wir mit Besatz übernommen , es war eingelaufen hatte Kies oder Soul als Bodengrund. Alles gut so weit.... dann kam eine gute Gelegenheit um ein 200l Becken zu kaufen. Dieses startete ich mit dem selben Bodengrund aus wie das andere, ließ es 6 Wochen einlaufen, dann zogen die Fische aus dem lüdden Becken um ins Grosse. Dann Gubbies abgegeben Pandas aufgestockt .... Dann habe ich mich belesen und immer wieder kam das Thema feiner Sand auf. Also mit gutem Willen 1/4 des Bodens auf feinen Aquariumsand umgestellt. Obwohl der Sand aus dem Fachhandel kam und ich ihn mehrmals gewaschen habe erging es den Pandas nicht gut. Die jungen starben ohne Veränderungen , die Älteren hatten komplett offene Mäuler alles weggeschrubbt. Schlimm dann separiert und mit Mittelchen gegen verpilzungen und Infektionen behandelt , 3 gerettet . Dann ins Zoofachgeschäft, der Berater sagte mir das liege an den unterschiedlichen Böden, weil die dann auch in dem Kies gründen wollen und sich alles aufreiben. Dann habe ich das gesamte Becken auf links gedreht und komplett den Sand eingebracht.werte beobachtet eine Woche gewartet , als dann alles gut schien habe ich wieder 7 Pandas dazugehört. Die Kleinen sind mir innerhalb von 3 Tagen alles verstorben , siehe Videos . Wieder in den Läden Wasserwerte genannt und keiner eine Idee woran es lag . Da die drei älteren Pandas noch lebten habe ich nach 3 Wochen es noch mal versucht und wieder 7 dazu geholt , und nun der Schreck nach einem Tag wieder 2 Tote....

Ich bin echt gefrustet und weiss nicht weiter . Vielleicht kann mir hier jemand helfen ich will doch nur das es den kleinen Süssen gut geht.

Danke schön mal im Vorraus.
Ich hoffe das das mit den Bildern und Videos hilft.

So nun noch mal zu den Fakten

200l Becken
24 °
PH 6,8
KG 6
GH 7
No3 10
Chlor und Nitrit nicht messbar
Werte mit Teststreifen gemessen
So ca alle 14 Tage Wasserwechsel 50%(in letzter Zeit öfter wegen der Probleme)

Erlenzapfen und Seemandelbaumblätter immer im Wasser
Eheim Aussenfilter und eheim uvc Lampe

Gefüttert wird alle 2 Tage querbeet Spirulinatabs , Flocken und Granulat, Frost rote Mülas und Artemia,
Ab und zu lebend tubifex rote und weisse Mülas und selbst gezogene Artemianapilen

Besatz zur Zeit

7 Neons rot Tetra
10 Blutsalmler
9 Panda Panzerwelse
Ein Pärchen Zwergbuntbarsche
8 Armanogarnelen
Und leider nur noch 2 Ottocinclus, weil mir die als Erstbesatz empfohlen wurden

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Montag, 5. August 2019, 08:04

Hallo Ralf,

es ist schwierig hier eine Ferndiagnose zu stellen.

Ich glaube nicht, dass es vordergründlich wegen dem gröberen Kies zu den Verlusten gekommen ist. Die Fische scheuern sich die Barteln nicht ab. Jedoch können Mikroverletztungen entstehen, die sich bei einer zu großen Keimdichte (die ist viele Tausend mal höher als in der Natur) entzünden/verpilzen können. Hier hilft meiner Meinung nach vorbeugend nur sehr viele und große Wasserwechsel. Ich persönlich habe schon viele Jahre keinen Kies mehr in meinen Becken, derzeit nutze ich feinsten Fugensand als Bodengrund.

Warum dir immer die neuen Panzerwelse sterben kann mehrere Gründe haben:
1) die Qualität der Fische war schlichtweg schlecht. Kommt immer häufiger vor, weil bei den Großzüchtereien (meist im Osten) keine Auslese der Zuchttiere gemacht wird und alles ohne Selektion aufgezogen wird.
2) die Fische waren nicht in bester Kondition und sind für den Verkäufer am einfachsten zu fangen gewesen. Die Gesunden waren für den Kescher zu schnell.
3) unterschiedliche Bakterienstämme in den Aquarien - das hat schon so manche gesunde Fischgruppe dahingerafft

Ich würde das Aquarium jetzt mindestens ein Monat so wie es ist weiterlaufen lassen, um eventuelle -nicht gemessene- Instabilitäten einzupendeln.
Danach auf die Suche nach einem Züchter in der Region machen. Hier helfen lokale Vereine bestimmt weiter, viele Vereine veranstalten auch Börsen, wo die Züchter ihre Nachzuchten zu fairen Konditionen anbieten. Ob es in deiner Region welche gibt, weiß ich leider nicht.

Beobachte bitte auch die Zwergbuntbarsche, bei mir sind Vergesellschaftungen von diesen mit Panzerwelsen immer in die Hose gegangen. Die Barsche haben die Welse immer gejagt und sind auf deren Augen losgegangen, was mir einige blinde Fische beschert hat.

Viel Erfolg und schöne Grüße
Roman

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